Nach dem unglaublich Panorama der Wasserfälle von Iguazú hieß es nach 3 Tagen wieder Abschied nehmen von Brasilien und langsam Richtung Santiago de Chile zu reisen. Die etwa 2500km habe ich daher in drei Busfahrten aufgeteilt.
Von Puerto Iguazú nach Córdoba sind ungefähr 24 Stunden Busfahrt. Die zweitgrößte Stadt Argentiniens ist ein Besuch absolut Wert und hat mir überraschend gut gefallen. Auf Grund der vielen Universitäten hat sie den Spitzname „La Docta“. Die Universitäten mit mehr als 250.000 Studenten sind die ältesten und besten im Land. Die größte und älteste wurde bereits im Jahr 1613 von den Jesuiten gegründet. Es gibt viele Museen und tolle Bars, Cafés und Restaurants.






Vor dem Kunstmuseum gibt es einen Park mit vielen bunten Ringen und jeder dieser Ringe symbolisiert ein Jahr der Stadt seit ihrer Gründung. Passend zum Jahr steht dann eine kurze Geschichte an dem Ring. Mit meinem Geburtsjahr 1986 hätte ich auch ohne diesen zu lesen gewusst, dass nur etwas über den WM Titel und Diego Maradona dort stehen kann. Das Thema WM Finale 2014 habe ich hier in Argentinien aber nie selbst angesprochen und wenn es zur Sprache kam konnte ich durch den Hinweis auf das 7-1 gegen Brasilien wieder (fast) alle positiv stimmen. Für die nicht Fußball Fans unter den Lesern die Info: ARG-GER 0-1 in der Verlängerung.


Viele von euch wissen bestimmt, dass der aktuelle Papst und Jesuit Franziskus aus Argentinien stammt. Bei einem City Walk habe ich unter anderem die Kirche besucht, in der er viele Jahre gelebt und gewirkt hat.

Die Stadt Córdoba hat viele und lange Geschichten aber das würde hier den Rahmen sprengen. Zwei weitere will ich trotzdem kurz schildern. Vor einigen Jahrzehnten wurde eine der Hauptstraße verbreitert und viele moderne Häuser im französischen Still gebaut. Zwei Brüder hatten jeweils ein Stück eines Grundstückes und sich aber zerstritten. Daher entstand dass lange Zeit schmalste Haus der Welt, welches gerade mal 3,5 Meter misst.
Die zweite Geschichte ist, dass im heutigen Zoo von Córdoba stehende Riesenrad „Rueda Eiffel“ von Gustave Eiffel steht. Dieses ist zwar seit Jahren nicht mehr in Betrieb aber passt perfekt ins Panorama.

Die Fahrt von Córdoba nach Mendoza war die letzte Nachtfahrt auf meiner Reise. Durch die Abfahrt um 20:30 Uhr hatte ich einen weiteren vollen Tag in Mendoza und könnte das teilweise gute Wetter in den Parks und Plätzen genießen. Der Bus ist gegen 8:30 Uhr in der Weinhauptstadt Argentiniens angekommen und da ich nur einen Tag dort hatte habe ich mir die unterschiedlichen Plätze im Zentrum angeguckt und bin etwas in der Gegend rumgelaufen. Diese grünen Oasen haben mich in jeder Stadt immer wieder erfreut, da dort jeder noch so graue Ort, wie Mendoza, sofort ausgeblendet werden konnte.



Die Fahrt von Mendoza nach Santiago hatte ich seit Anfang der Reise immer eingeplant und nun tatsächlich wie gehofft über Tage machen können. Oft konnte ich keine Bilder aus dem Bus machen und habe daher die Landschaft so genossen.




Der Grenzübergang „Los Libertadores“ liegt auf fast 3.000 Metern mitten in den Anden. Kurz nach diesem erlebte ich eine tolle Serpentinen Strecke.



An den letzten beiden Tage habe ich nochmal Stadt erkundet, nochmal auf dem Markt Vega Central gut und günstig typisch Chilenisch gegessen sowie die Parks Santa Lucía und San Cristobal besucht.






Am morgigen Mittwoch gehts es dann per Flieger über Amsterdam zurück nach Hamburg. Dankbar für die vielen Erlebnisse heißt es Abschied nehmen von Südamerika und Chile. Allerdings freue ich mich auch wieder auf die Heimat. Den Winter hätte ich mir sparen können dieses Jahr, da ich mich gerade an 30 Grad und Sonne gewöhnt habe.

Hier die Übersicht der Ort, die ich in den letzten vier Monate sehen und erleben durfte:

Kleiner Funfact zum Ende der Reise. Man erkennt auf dem Foto ganz gut, dass Flip-Flops meine treuen Begleiter und normalen Schuhe hier waren.

In diesem Sinne „Auf Wiedersehen“!